AHA, Masturbation!

Man tut´s oder doch nicht und wenn ja, redet man lieber nicht darüber?

Masturbation war lange mit der Begründung tabuisiert, sie mache krank und schwäche den Körper – dabei ist sie weder gesundheitsschädigend noch anormal; im Gegenteil, sie fördert die Gesundheit und wird von Menschen wie Tieren weit verbreitet gerne praktiziert. Trotzdem bleibt die Selbstliebe weiterhin ein Thema, das instinktiv Scham bei den Meisten auslöst und selten wird offen darüber gesprochen.

Demgegenüber wollen wir einige positive Effekte der Selbstbefriedigung stellen.

Erstens: Wer die Anatomie seines Körpers kennt und sich selbst berührt, kann leichter verstehen, was ihm oder ihr gefällt und wie man zum Beispiel gerne mit jemand anderem Sex haben würde. 

Dania Shiftan erklärt in ihrem Buch “Coming Soon” unter anderem, wieso viele Frauen nur bei Stimulation der Klitoris einen Orgasmus erreichen oder wie sich Sexfantasien erklären lassen. Eine große Rolle spielt dabei die Gewöhnung, da das Gehirn bestimmte Erregungsmuster abspeichert. Diese kann man sich auch “antrainieren”, indem man seinen Körper besser erforscht, sich genau abtastet oder bei der Masturbation kleine Details verändert, die mit der Zeit  ermöglichen können, auch mit anderen Techniken als den gewohnten einen Orgasmus zu erreichen.  

Zweitens: Man trainiert bei der Masturbation aufgrund deren Kontraktion automatisch die Beckenbodenmuskulatur, die Männern und Frauen intensivere Orgasmen verspricht. 

Einige medizinische Studien legen sogar nahe, dass bei Männern regelmäßige Ejakulationen das Risiko von Prostatakrebs senken, dies ist jedoch nicht ausreichend belegt. 

Drittens: Nach einem Orgasmus fühlen wir uns entspannt und glücklich, das liegt an der Hormonausschüttung unseres Körpers.

Dabei gibt es Unterschiede zwischen Mann und Frau:

Nach dem Orgasmus zeigen Männer einen starken Abfall des Adrenalins und Noradrenalins im Blut, während die Hormone Oxytocin und Prolaktin ansteigen. Deshalb fühlen sie sich meist schläfrig nach dem Orgasmus.

Auch bei Frauen werden beim Orgasmus Glückshormone ausgelöst, jedoch steigt auch der Noradrenalin- und Adrenalinspiegel im Blut, weswegen sie sich nach dem Orgasmus wacher fühlen.

Ob wach und erfrischt oder entspannt und schläfrig: ein Orgasmus löst positive Gefühle in uns aus! Er kann sich zum Beispiel auch entkrampfend auf Periodenschmerzen auswirken oder uns tiefer und erholsamer schlafen lassen.

Verschiedene Umfragen im Internet kommen unter dem  Strich zu dem Ergebnis, dass ungefähr 90% aller Männer und 85% aller Frauen masturbieren. Dabei soll von einer hohen Dunkelziffer auszugehen sein, sodass man davon ausgeht, dass praktisch alle Jugendlichen ab der Pubertät regelmäßig masturbieren, bis die Zahlen im höheren Alter wieder sinken, schreibt Wikipedia dazu.

Männer masturbieren in der Regel jedoch deutlich häufiger als Frauen. 

Bei der Technik ist zu vermerken, dass Frauen häufiger auf Hilfsmittel zurückgreifen, in einer “Women´s Health”-Umfrage gaben 37% an, gerne einen Vibrator zu benutzen. Meistens stimulieren sie Klitoris und die umliegende Vulvazone, um zu einem Orgasmus zu kommen, andere stimulieren ihre G-Zone. 

Jungen beginnen mit einem durchschnittlichen Alter zwischen 12-14 Jahren früher als Mädchen mit der Selbstbefriedigung, die durchschnittlich etwas später in den Teenager-Jahren damit beginnen. Manche entdecken ihre Sexualität jedoch schon deutlich früher in der Kindheit; auch dies ist normales, vorkommendes Verhalten.

Männer masturbieren im jugendlichen Alter quasi täglich, wobei sie sich üblicherweise mit einer Bewegung der Vorhaut über den Penis und insbesondere der Eichel stimulieren oder durch Streichen der Hand über das Glied.

Verschiedene Umfragen ergeben, dass sie dabei häufiger als Frauen pornografische Videos als Hilfsmittel verwenden.  

… Und was kannst du jetzt mit diesen Informationen anfangen?

Zusammenfassend lässt sich natürlich  sagen, dass keine Statistik Rückschluss auf deine eigene Autosexualität geben kann oder sollte- was dir gefällt, musst du selbst herausfinden: mit Geduld, Gelassenheit und – ganz wichtig- sehr viel Selbstliebe.

– Lea

Posted by wirhabenlust_admin

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